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Fast unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die Blogs lesen, aber selber keinen eigenen haben. Weil sie dann ja zu viel von ihren intimen Gedankengut freigeben würden. Da liegt der große Denkfehler. Denn Bloggen ist wie ein Swinger-Club. Alles kann, nichts muss. Man muss nicht zwangsläufig über die Liebe und persönliche Dinge schreiben. Man kann auch das Wetter als Thema wählen. Und wenn man es peppig und interessant aufbereitet, hätte man sicherlich schon bald einige (wenige) Stammleser. Aber man hat Angst, zu viel von sich preiszugeben. Man schimpft über Gefühlsexhibitionismus, benützt aber eben diesen. Als würde man Big Brother kucken und sich darüber ärgern, dass auf öffentlichen Plätzen Kameras angebracht sind. Aber das macht ja keiner von uns. Wir sind doch anders, oder? Bloggen ist das Ausdrucksmittel des 21. Jahrhunderts. Ich bin davon überzeugt, dass es so ist. Er steckt noch in den Anfangsschuhen, und ich habe keine Ahnung, was da noch kommen soll. Aber die Entwicklung geht jetzt viel mehr von den Autoren aus und nicht von den Anbietern wie WordPress oder Blogger/Google. Und deswegen finde ich es mehr als fragwürdig, wenn sich Jugendliche und junge Erwachsene gegen solch neue Entwicklungen streuben. Weil sie nicht schreiben können? Weil sie nichts Interessantes erleben? Ich bitte euch. Versucht es einfach.

Ich selbst habe mich damit abgefunden. Im Internet gäbe es ohne meine Blogs schon genug Daten um mir Briefbomben zu schicken, oder mich mit einem Drive-By-Shooting in meinem Lieblingscafé niederzumetzeln. Da ist es egal, wenn ich meiner Passion folge und einen Blog betreibe, der mir Spaß macht und anderen Leuten gefällt. Ja, ich exhibitioniere mich. Und ja, liebe Read-Only-Leute. Ihr kuckt hin. Wie ihr immer hinkuckt.

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