Archive for the ‘Konversation mit der Welt und anderen Idioten’ Category

X: Ach, ich freue mich schon, wenn ich endlich wieder bei Frauen ankomme.
Y: Oh, Gott. Du weißt doch. Eine Frau muss dich so lieben wie du bist.
X: Ja, na klar. Aber wie soll mich jemand lieben, wenn ich es selbst nicht einmal kann.

Dominik: Da. Siehst du ihn?
Mama: Wen?
Dominik: Ihn? *fingerzeig* Sebastian. Nein, ich steig‘ nicht aus. Ich esse mein McDonalds-Dingenszeugs hier im Auto und warte, bis die Aasgeier über dem Auto weiterziehen.
Mama (lacht): Aha.

Sie öffnet ihre Tür, steigt aus. Sebastian kommt auf sie zu, schreit ein Hallo in ihre Richtung, sieht mich, das Säckchen in meiner Hand, noch ein kurzes Hallo hinterhergeworfen und die Frage: „Was hast du da?“ – „Was zum Essen.“ – „Kann ich auch mitessen?“

Es ist eigentlich kaum vorstellbar, wie arm ich bin. Da bekomm‘ ich nach Jahren wieder einmal etwas zu Essen, und dann isst mir dieser Sebastian alles weg. Aber gut, dass Dreijährige nach 7 Gitterpommes und einem halben Nugget genug haben.

„Ihre Bestellung, bitte!“

– „Ein McChicken-Menü mit Gitterpommes und Cola-Light. Ein McChicken extra. Und ein Royal TS Menü mit Gitterpommes und Cola-Light und eine Sour-Cream extra.“

„Ich wiederhole: Ein McChicken-Menü mit Gitterpommes und Cola-Light. Ein McChicken extra. Und ein Royal TS Menü mit Gitterpommes und Cola-Light und eine Sour-Cream extra.“

– „Ja, genau.“

„Wollen sie auch noch einen Schokodonut dazu?“

– (Entsetzt) „Nein, wir versuchen ja abzunehmen!“

Über die Sternengreiferin darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich das Ereignis des Jahres versäumt habe. Die Comet-Verleihung. Zugegeben, ich habe sie noch nie gesehen, aber eine Sache muss ich diesem Typen, der DSDS letztes Mal gewonnen hat, diesem Mark Medlock zugute halten. Während andere Leudde über den Brachialhumor eines Oliver Pocher fälschlich kichern, sagt der Dietscha-Bohlä-Verschnitt es frei raus.

„Du bist echt nicht mein Geschmack, aber hör auf mit deinen Scheiß Schwulen-Witzen!“

Das könnten sich doch mal alle scheinbar unterhaltsamen Comedians zu Herzen nehmen. Weil wirklich lustig sind nur mehr ganz wenige.

Während einer kurzen Stille während der Autofahrt back home gestern, dachte ich nach. Ich überlegte so viel. Dachte an einen Brief, den ich schreiben könnte. Um zu sagen, dass die Zeit wohl abgelaufen ist, und dass ich einfach nur enttäuscht bin. Dass es mir so schwer fällt, jemanden aus meinem Leben verlieren zu sehen. Und dass gerade das mit ihr passiert. Dass ich so wütend und so traurig bin. Dass man nichts erzwingen kann und ich doch irgendwie an eine Freundschaft glaubte. Dass sie nun wohl einen potentiellen guten Freund verloren hat. Einen Mensch, den sie scheinbar irgendwann einmal geliebt hat.

[…] aber, dass man liebes- und freundschaftstechnisch so ein Arschloch ist […]
Jöp. Das hat da jemand sehr schön gesagt. Überhaupt war der Tag gestern sehr interessant. Der Brief wird nich geschrieben. Ich warte. Bis sie sich meldet. Und dann. Weiß ich auch nicht, was ich machen werde. Ich würde mir wünschen, ich hätte die Kraft den Mut, sie zu treffen. Und ihr dann ins Gesicht zu schreien. Oder es etwas lauter zu sagen. Und wenn sie mich dann entsetzt anblickt, würde ich gerne gehen. Ich denke, dann könnte ich wirklich gehen. Gehen, ohne jemals wieder zu kommen.

Dir geht es wirklich scheiße wegen ihr?

Nachdenkend. Mhm.

Mal wieder eine schöne Erkenntnis gestern Abend.

So, Dominik, und du erklärst jetzt unserem neuen Zivi das Wichtigste.

Warten, bis die Chefin weg ist.

Also … das hier ist dein Computer. Mit Internet übrigens. Und wo die Kaffeemaschine ist, weißt du ja.

Och, wie penetrant. Da meldet man sich bei Team Österreich an, und bekommt die erste Anfrage für Aufräumarbeiten. Schreibt nicht zurück, weil man nicht wirklich Zeit hat. Durch Schneefall wird das Ganze auf eine Woche danach verschoben. Und jetzt ruft mich eine nette Frau vom Roten Kreuz an und fragt mich, ob ich diesen Samstag Zeit hätte. Ich, um keine Ausrede verlegen, sage natürlich … ja. So bin ich nächsten Samstag von 9:00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr für mein Vaterland im Einsatz. Einer von 60 oder 70 freiwilligen Helfern, die nach dem Sturm Emma ein Feld absuchen, und Metall aufsammeln, damit die Kühe beim Wiederkauen sich keinen Zahn ausbeißen. Ich nehme meine Kamera mit und werde natürlich danach ausgiebig berichten. Aber im Hinblick auf das Team Österreich zahlt sich Penetranz schon aus.

„Bist du gegen Nazis?“
Ja.
„Also bist du ein Punk?“
Naja, seh ich so aus.
„Nicht wirklich.“
Hm.
„Hm.“
Hm.
„Aber der Stern ist cool.“

Eine wahrscheinlich fünfzehnjährige männliche Beinahe-Bekanntschaft aus dem Zug beim Blick auf die Aufnäher meiner Tasche.